Montag, 5. August 2013

Quantenheilung und Bewusstsein - Kurse in München, Stuttgart Köln

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n Bezug auf das Intentionalitätsproblem kann man die gleichen Lösungsvorschläge vertreten wie beim Qualiaproblem. Doch es gibt noch weitere Möglichkeiten. Man kann nämlich auch zu erklären versuchen, warum sich eine neuronale Aktivität auf etwas (etwa Herodot) bezieht. Die drei populärsten Vorschläge sind die folgenden:
  1. Jerry Fodor meint, dass sich ein neuronaler Prozess genau dann auf X bezieht, wenn er in einer bestimmten kausalen Relation zu X steht.
  2. Fred Dretske meint, dass sich ein neuronaler Prozess genau dann auf X bezieht, wenn er ein verlässlicher Indikator für X ist.
  3. Ruth Millikan meint, dass sich ein neuronaler Prozess genau dann auf X bezieht, wenn es die evolutionäre Funktion des Prozesses ist, X anzuzeigen.
All diese Lösungsvorschläge sind mit schweren Einwänden konfrontiert, und so halten viele Philosophen, etwa Hilary Putnam und John Searle, auch Intentionalität für nicht naturwissenschaftlich erklärbar.
Betrachtungsweisen des Bewusstseins[Bearbeiten]
Man kann zwischen zwei Zugängen zum Bewusstsein unterscheiden. Zum einen gibt es eine unmittelbare und nicht-symbolische Betrachtung des Bewusstseins, die nur durch eigene Erfahrung möglich ist, auch Selbstbeobachtung genannt. Zum anderen wird versucht, Bewusstseinsphänomene aus der Außenperspektive der Naturwissenschaften zu beschreiben. Eine Unterscheidung zwischen der unmittelbaren und der symbolisch vermittelten Betrachtungsweise findet sich in vielen Traditionen und Theorien. Sie wird ebenfalls von den meisten Philosophen anerkannt, auch wenn einige Theoretiker und Theologen eine scharfe Kritik an der Konzeption des unmittelbaren und privaten Inneren geübt haben. Baruch Spinoza etwa nennt die unmittelbare, nicht-symbolische Betrachtung „Intuition“ und die objektive Beschreibung „Intellekt“.
Es wird häufig behauptet, dass die Ebene der unmittelbaren Bewusstseinsbetrachtung für die „Erkenntnis der Wirklichkeit“ die eigentlich entscheidende sei. Nur in ihr sei der Kern des Bewusstseins, das subjektive Erleben, zugänglich. Da diese Ebene allerdings nicht durch eine objektive Beschreibung zugänglich sei, seien auch den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen auf dem Gebiet des Bewusstseins bestimmte Grenzen gesetzt.
Bewusstsein, Materialismus und Dualismus[Bearbeiten]
Der Begriff des Geistes steht traditionell im Zusammenhang mit dem cartesischen Dualismus zwischen einer materiellen Welt und der immateriellen Welt des Geistes. Dies ist beim Begriff „Bewusstsein“ nicht der Fall, was allerdings nicht bedeutet, dass die Rede vom Bewusstsein zwingend mit einem Materialismus verbunden ist. Vielmehr wird die Existenz des Bewusstseins oft als das zentrale Problem jeder materialistischen Weltanschauung gesehen.
Die aufs Bewusstsein bezogenen antimaterialistischen Argumente basieren meist auf den oben diskutierten Phänomenen Qualia und Intentionalität. Die grundlegende argumentative Struktur ist dabei sehr einfach: Wenn der Materialismus wahr ist, dann müssen Qualia und Intentionalität reduktiv erklärbar sein. Sie sind aber nicht reduktiv erklärbar. Also sei der Materialismus falsch. In der philosophischen Debatte werden die Argumente natürlich ungleich komplexer. Ein sehr bekanntes Argument ist etwa von Frank Cameron Jackson entwickelt worden. In einemGedankenexperiment stellt er sich die Superwissenschaftlerin Mary vor, die in einem schwarz-weißen Labor aufwächst und lebt. Sie hat noch nie Farben gesehen und weiß daher nicht, wie Farben aussehen. Sie kennt aber alle physikalischen Fakten über Farbensehen. Da sie aber nicht alle Fakten über Farben kennt (sie weiß nicht, wie sie aussehen), gibt es nicht-physikalische Fakten. Jackson schließt daraus, dass es nicht-physische Fakten gebe und der Materialismus falsch sei. Gegen dieses Argument sind verschiedene materialistische Erwiderungen vorgebracht worden (vgl. Qualia).

Gegen derartige dualistische Argumente sind zahlreiche materialistische Repliken entwickelt worden. Sie beruhen auf den oben beschriebenen Möglichkeiten, mit Qualia und Intentionalität umzugehen. Im Resultat existiert eine Vielzahl von materialistischen Vorstellungen vom Bewusstsein. Funktionalisten wie Jerry Fodor und der frühe Hilary Putnam wollen das Bewusstsein in Analogie zum Computer durch eine abstrakte, interne Systemstruktur erklären. Identitätstheoretiker wie Ullin Place und John Smart wollen Bewusstsein direkt auf Gehirnprozesse zurückführen, während eliminative Materialisten wie Patricia und Paul Churchland die Existenz des Bewusstseins gänzlich bestreiten. Detailliertere Beschreibungen finden sich im Artikel Philosophie des Geistes.



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