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n Bezug auf das Intentionalitätsproblem
kann man die gleichen Lösungsvorschläge vertreten wie beim
Qualiaproblem. Doch es gibt noch weitere Möglichkeiten. Man kann
nämlich auch zu erklären versuchen, warum sich eine neuronale
Aktivität auf etwas (etwa Herodot) bezieht. Die drei populärsten
Vorschläge sind die folgenden:
- Jerry Fodor meint, dass sich ein neuronaler Prozess genau dann auf X bezieht, wenn er in einer bestimmten kausalen Relation zu X steht.
- Fred Dretske meint, dass sich ein neuronaler Prozess genau dann auf X bezieht, wenn er ein verlässlicher Indikator für X ist.
- Ruth Millikan meint, dass sich ein neuronaler Prozess genau dann auf X bezieht, wenn es die evolutionäre Funktion des Prozesses ist, X anzuzeigen.
All diese Lösungsvorschläge sind mit
schweren Einwänden konfrontiert, und so halten viele Philosophen,
etwa Hilary Putnam und John Searle, auch
Intentionalität für nicht naturwissenschaftlich erklärbar.
Betrachtungsweisen des
Bewusstseins[Bearbeiten]
Man kann zwischen zwei Zugängen zum
Bewusstsein unterscheiden. Zum einen gibt es eine unmittelbare und
nicht-symbolische Betrachtung des Bewusstseins, die nur durch
eigene Erfahrung möglich ist, auch Selbstbeobachtung genannt.
Zum anderen wird versucht, Bewusstseinsphänomene aus der
Außenperspektive der Naturwissenschaften zu beschreiben. Eine
Unterscheidung zwischen der unmittelbaren und der symbolisch
vermittelten Betrachtungsweise findet sich in vielen Traditionen und
Theorien. Sie wird ebenfalls von den meisten Philosophen anerkannt,
auch wenn einige Theoretiker und Theologen eine scharfe Kritik an der
Konzeption des unmittelbaren und privaten Inneren geübt
haben. Baruch Spinoza etwa nennt die unmittelbare,
nicht-symbolische Betrachtung „Intuition“ und die objektive
Beschreibung „Intellekt“.
Es wird häufig behauptet, dass die
Ebene der unmittelbaren Bewusstseinsbetrachtung für die „Erkenntnis
der Wirklichkeit“ die eigentlich entscheidende sei. Nur in ihr sei
der Kern des Bewusstseins, das subjektive Erleben,
zugänglich. Da diese Ebene allerdings nicht durch
eine objektive Beschreibung zugänglich sei, seien auch den
naturwissenschaftlichen Erkenntnissen auf dem Gebiet des Bewusstseins
bestimmte Grenzen gesetzt.
Bewusstsein, Materialismus und
Dualismus[Bearbeiten]
Der Begriff des Geistes steht
traditionell im Zusammenhang mit dem cartesischen Dualismus zwischen
einer materiellen Welt und der immateriellen Welt des Geistes. Dies
ist beim Begriff „Bewusstsein“ nicht der Fall, was allerdings
nicht bedeutet, dass die Rede vom Bewusstsein zwingend mit
einem Materialismus verbunden ist. Vielmehr wird die
Existenz des Bewusstseins oft als das zentrale Problem jeder
materialistischen Weltanschauung gesehen.
Die aufs Bewusstsein bezogenen
antimaterialistischen Argumente basieren meist auf den oben
diskutierten Phänomenen Qualia und Intentionalität. Die
grundlegende argumentative Struktur ist dabei sehr einfach: Wenn der
Materialismus wahr ist, dann müssen Qualia und
Intentionalität reduktiv erklärbar sein. Sie sind aber
nicht reduktiv erklärbar. Also sei der Materialismus falsch. In der
philosophischen Debatte werden die Argumente natürlich ungleich
komplexer. Ein sehr bekanntes Argument ist etwa von Frank
Cameron Jackson entwickelt worden. In
einemGedankenexperiment stellt er sich die
Superwissenschaftlerin Mary vor, die in einem
schwarz-weißen Labor aufwächst und lebt. Sie hat noch
nie Farben gesehen und weiß daher nicht, wie Farben
aussehen. Sie kennt aber alle physikalischen Fakten über
Farbensehen. Da sie aber nicht alle Fakten über Farben kennt (sie
weiß nicht, wie sie aussehen), gibt es nicht-physikalische Fakten.
Jackson schließt daraus, dass es nicht-physische Fakten gebe und der
Materialismus falsch sei. Gegen dieses Argument sind verschiedene
materialistische Erwiderungen vorgebracht worden (vgl. Qualia).
Gegen derartige dualistische Argumente
sind zahlreiche materialistische Repliken entwickelt
worden. Sie beruhen auf den oben beschriebenen Möglichkeiten, mit
Qualia und Intentionalität umzugehen. Im Resultat existiert eine
Vielzahl von materialistischen Vorstellungen vom
Bewusstsein. Funktionalisten wie Jerry Fodor und
der frühe Hilary Putnam wollen das Bewusstsein in Analogie
zum Computer durch eine abstrakte,
interne Systemstruktur erklären. Identitätstheoretiker wie Ullin
Place und John Smart wollen Bewusstsein direkt auf
Gehirnprozesse zurückführen, während eliminative
Materialisten wie Patricia und Paul
Churchland die Existenz des Bewusstseins gänzlich bestreiten.
Detailliertere Beschreibungen finden sich im Artikel Philosophie
des Geistes.
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